Willkommen zu den Namibia Highlights
Unglaubliche Landschaften mit unfassbaren Weiten, tolle Unterkünfte in der Wildnis und eine einmalige Tierwelt erwarten euch in der facettenreichen ehemaligen deutschen Kolonie Namibia. Dieses Land ist wahrlich ein Sehnsuchtsort. Das Reiseland Namibia gilt als eins der sichersten Länder auf dem afrikanischen Kontinent und eignet sich daher bestens für Afrikaeinsteiger. Unendlich weit und einsam sind zwei typische Charaktereigenschaften des Landes an der Südwestküste von Afrika. Das Sandmeer der Namib, die Tiere im Etosha Nationalpark und der tropische Norden prägen das Land. Insgesamt leben in dem wildreichen Land über 300 Säugetierarten und neben 500 Vogelarten zusätzlich mehr als 330 Reptilienarten. Freut euch auf Leoparden, Elefanten, Nashörner, Giraffen, Löwen, Warzenschweine, Erdmännchen und Antilopen oder entdeckt seltene Skorpione oder Schlangen wie die Black Mamba.
Spätestens, wenn ihr einen traumhaften Sonnenaufgang an der Spitzkoppe und auf dem Waterberg erlebt oder die Sonne in der weiten Landschaft in der Savanne untergeht, möchtet ihr so schnell nicht mehr zurück nach Hause.
Namibia ist mit einer Fläche von 824.292 km2 in etwa doppelt so groß wie Deutschland und besteht aus vier wesentlichen Landschaften: Die Küstenregion im Westen ist geprägt durch die Namib Wüste, welche sich bis zu 150 km ins Landesinnere erstreckt. In Richtung Osten wird diese durch das Binnenhochland, zu dem auch die Hauptstadt Windhoek auf ca. 1700 Höhenmetern gehört, abgelöst. Im Osten des Landes dominiert das Kalahari Hochbecken und im Norden herrscht Buschland vor, welches bis hin über den sogenannten Caprivi Streifen bis nach Simbabwe reicht. Das ist auch die einzige dauergrüne Region in Namibia, denn Wasser ist hier Mangelware. Die meisten Flüsse sind sogenannte Trockenflüsse. Einen Strandurlaub könnt ihr nicht erwarten, dafür aber jede Menge Abenteuer im Gepäck auf eurer Rückreise.
Namibia war schon lange ganz weit oben auf unserer Bucket List. Magische Momente erwarten euch: Einmal unter einem unglaublichen klaren Sternenhimmel in der Wüste Namibias schlafen. Schöner kann Sternegucken nicht sein. Tiere in ihrer freien Wildbahn beobachten, die unendlichen Weiten der Natur bei einem Roadtrip genießen oder nachts der einzigartigen Geräuschkulisse der Natur lauschen, wenn eine Elefantenfamilie nur wenige Meter vor deinem Zelt ihr Nachtquartier aufschlägt.
Namibia, Dezember 2020
Das wunderschöne Namibia ist bestens geeignet, um die spektakuläre Landschaft und Tierwelt mit einem eigenen Mietauto (Tipp: 4×4 Geländewagen) zu erkunden. So seid ihr unabhängig und könnt individuell entscheiden, wo und wie lange ihr einen Zwischenstopp einlegen möchtet. Und keine Sorge – auch für weiniger erfahrene Reisende stellt das kein Problem dar, insofern ihr ein paar wichtige Dinge beachtet. Vergesst nicht eure gute Laune Playliste vorzubereiten, denn Namibia ist groß und die Distanzen nicht zu unterschätzen. Insbesondere, da nur ca. 10-15 % der Straßen asphaltiert sind und ihr ansonsten auf breiten Schotterpisten unterwegs seid.
Geschichte
Namibia ist erst seit 1990 Republik mit einer eigenen Verfassung. Amtssprache ist Englisch, gesprochen wird aber auch Afrikaans, die Sprache der Bantu und Deutsch. Aufgrund seiner spannenden Geschichte ist Namibia ein Vielvölkerstaat, in dem auch heute noch ca. 30 000 Deutsche mit unterschiedlichsten Völkern wie die Herero oder Himbas leben.
Gegen Ende des 19 Jh. erhielt Namibia seine heutigen Grenzen, als die Kolonialmächte Deutschland, Großbritannien und Portugal die Flächenausdehnung von Deutsch-Südwestafrika aushandelten. Die Kolonialzeit dauerte von ca. 1884 (Proklamation der Deutschen Schutzherrschaft) bis 1915 im 2. Weltkrieg, als überlegene südafrikanische Truppen die Deutschen Besetzer in die Knie zwangen. Insbesondere in Swakopmund und der Hauptstadt Windhoek sieht und spürt man die Auswirkungen der Besetzung noch heute.
Klima & Reisezeit
Das Klima im Reiseland wird im Wesentlichen durch die Sommer- und Wintermonate bestimmt, die entgegengesetzt zu denen in Europa verlaufen. Von ca. Mai bis Oktober/November herrscht der lange trockene, kühlere Winter – Achtung, in den Nächten kann es zu dieser Zeit sehr kalt werden, sogar Frost ist keine Seltenheit. Ab November ändert sich die Wetterlage und der sehr heiße Sommer mit fast 40 Grad und deutliche mehr Niederschlag, die ihren kurzen Höhenpunkt zwischen Februar-April haben, erhält Einzug. Auch in Namibia ist der Klimawandel spürbar, so war in 2020 bis Mitte Dezember von dem Niederschlag wenig zu sehen. Nur im Norden des Landes findet man ganzjährig Niederschlag und damit eine ausgedehnte Flusslandschaft.
Die perfekte Reisezeit liegt deshalb zwischen Mai und September, in diesem Zeitraum befinden sich jedoch auch die meisten Touristen im Land. Als Alternative kann man auf die Monate zwischen Oktober bis Mitte Dezember ausweichen, dann kann es aber schon sehr heiß werden. Die möglichen, kurzen Regenfälle stören eher weniger. Vorteil ist, dass in diesem Reisezeitraum deutlich weniger Touristen in Namibia unterwegs sind. Für Tierbeobachtungen eignen sich besonders die Monate September und Oktober, also das Ende des Winters, am besten. Hier findet ihr weitere detaillierte Informationen inklusive Klimatabellen.

TOP Tipps Namibia:
- Bucht euch einen Geländewagen mit 4×4 Antrieb und plant eure Reise ganz individuell. Ungeteerte Schotterpisten sind deutlich in der Mehrheit und mit Allradantrieb seid ihr auf der sicheren Seite. Plant euer Abenteuer vorab genau durch – davon ist auch eure genaue Reisezeit von 10 Tagen bis zu 4 Wochen abhängig. Die Strecken im Land können sich sehr ziehen, so dass ihr nicht schnell mal noch einen Abstecher in den Süden oder Norden machen könnt. Achtet auf einen großen Tank und eine zusätzliche Karte neben Google Maps. Wichtig: insbesondere im Norden gibt es oft nicht überall Tankstellen
- Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Optionen Namibia zu bereisen: In tollen, luxuriösen Lodgen mit allem was das Herz begehrt (…außer zuverlässiges Internet). Für ein bisschen mehr Abenteuer empfehlen wir das Glamping (Camping2go; Anbieter Gondwana), hier benutzt ihr sehr gut ausgestattet Zelte mit eigenem gemauerten Bad, Veranda und Grillstelle. Für absolute Flexibilität bucht ihr euch einen Camper oder Pick-Up mit einem eigenen Zelt auf dem Dach. Mit diesem könnt ihr jederzeit in der Natur auf den unzählig vorhandenen Campsites übernachten. Vorteil: Einen eigenen Kühlschrank habt ihr gleich mit an Bord
- Fantastische und artenreiche Tierwelt im Etosha Nationalpark – einer der schönsten Nationalparks in Afrika. Ihr benötigt hier definitiv keine geführte Safari und solltet den Nationalpark auf eigen Faust erkunden. Empfehlung: Übernachtung innerhalb des Parks
- In der Nebensaison spart ihr durch individuelle Buchungen deutlich Geld gegenüber pauschalen Angeboten
- Leiht euch eure notwendige Technikausrüstung aus und spart dadurch jeden Menge Geld, z.B. bei Grover

The Desert Grace Lodge 
Etosha Nationalpark 
Namib Wüste 
Waterberg Plateau 
Deadvlei


Alles Wichtige über Namibia im Überblick
First Things first
- Die Ausgaben vor Ort sind für deutsche Verhältnisse sehr günstig. Die meisten alltäglichen Dinge wie Benzin oder ein Abendessen kosten nur etwa die Hälfte. Für Nationalparks zahlt ihr überall Eintritt je nach Anzahl Pkw und Personen – die Preise sind aber absolut fair und bewegen sich in etwa zwischen 3-8 Euro je Person
- Erkundigt euch vorab, in welchen Regionen es sich lohnt innerhalb der Nationalparks zu übernachten. So könnt ihr die besten Sonnenauf- und untergänge genießen. Dazu gehören u.a. der Namib Naukluft Park, die Spitzkoppe und der Etosha Nationalpark. Hintergrund: Oft öffnen die Gates erst zum Sonnenaufgang oder danach und ihr müsst das Gate bis spätestens Sonnenuntergang wieder verlassen. Wichtig: Für viele Regionen benötigt ihr „Permits“, teilweise könnt ihr diese nicht immer vor Ort kaufen. Immer vorab informieren und einplanen
- Vermeidet (weite) Fahrten in der Dunkelheit – diese sind bei einigen Anbietern auch nicht versichert. Hintergrund ist, dass die Straßen nicht überall gut ausgebaut sind und ihr insbesondere im Dunkeln mit mehr Aktivität der Tiere bei schlechterer Sicht rechnen müsst
- Tiere haben immer Vorfahrt – Nicht lachen, ihr werdet sehen:-)
- Auswahl der Kleidung – nicht ganz einfach und auch etwas von der Reisezeit abhängig. Grundsätzlich kurze Sachen, aber auch wärmere Kleidung wie Jacken oder Handschuhe für die Winterzeit. Zum Schutz vor Dornen oder Tieren wie Skorpionen solltet ihr stabile (Wander-) Schuhe dabeihaben
- Achtung: Je nördlicher ihr kommt, desto mehr bewegt ihr euch in einem Malaria Risikogebiet, im Caprivi Streifen ist das Risiko sich mit dem gefährlichen Malaria Virus anzustecken ganzjährig hoch. Deswegen solltet ihr, in Abhängigkeit von eurer Reiseroute, die entsprechenden Vorkehrungen treffen. Haltet Rücksprache mit eurem Tropenarzt. Wir hatten Mitte Dezember quasi gar keine Moskitos und hatten aufgrund unseres relativen kurzen Aufenthaltes im Norden (Etosha Nationalpark) nur ein Stand-By Medikament dabei. Auf Mückenschutz inklusive Mückennetz haben wir dennoch nicht verzichtet
- Technische Ausrüstung – Objektiv, Fernglas und Co gehören einfach dazu
Where to stay🏘️
In Namibia gibt es Unterkünfte für jeden Geschmack. Ob luxuriöse Lodgen oder einfache Campsites in der Natur – hier kommen Aktivurlauber, aber auch alle anderen zum Zug. In der Hauptsaison solltet ihr vorab die begehrtesten Orte reservieren. Wir haben mal ein paar sehr interessante Lodgen und Campsites zusammengestellt:
- Unsere ersten beiden Nächte haben wir im fast neuen und hippen The Desert Grace in der Nähe der Namib Wüste verbracht – die Unterkunft liegt in einer traumhaften Umgebung ca. 80 Fahrminuten vom Eingang des Namib Naukluft Parks entfernt. Gleich in der Nähe befindet sich das einmalige Dune Star Camp, schöner kann man Sterne nicht gucken. Euer Bett könnt ihr hier einfach auf eure Veranda rollen
- Direkt im Namib Naukluft Park könnt ihr im Sesriem Camp übernachten oder ihr gönnt euch etwas Luxus in der Kulala Desert Lodge. Weitere Unterkünfte findet ihr auf der Seite des Namibia Wildlife Resorts. Vorteil: Ihr könnt die Sonnenauf- und untergänge perfekt genießen
- In Swakopmund können wir das neue Strand Hotel Swakopmund empfehlen, welches direkt an der Mole liegt
- Unter Bloggern sehr bekannt ist die Campsite an der Spitzkoppe. Hier gilt es, den richtigen und besten Stellplatz zu ergattern. 11b scheint hier der Favorit zu sein!
- Die Pamlwag Lodge in im Damaraland ist ein Traditionshaus – die Camping2Go Plätze sind ganz nett gelegen. Hauselefant inklusive. Eine weitere tolle Unterkunft ist die Twyfelfonstein Country Lodge
- Ein tolle Unterkunft mit einem fantastischen Blick ist die Etosha Safari Lodge, sie liegt auf einer Anhöhe ungefähr 10km vom Andersson Gate entfernt. Luxus erwartet euch in der Mushura Lodge. Im Norden des Parks gelegen befindet sich die neue Lodge Etosha Kinf Nehale. Innerhalb des Camps gibt es u.a. das Dolomite Camp. Vorteil: Auch hier könnt ihr die Sonnenauf-und untergänge inklusive Tierbeobachtung bestens genießen
- Am Waterberg erwarten euch eine kleine Auswahl an Unterkünften (Tagesausflüge sind nicht möglich!). Wir haben in der Waterberg Plateau Lodge übernachtet. Diese ist wunderschön unterhalb des Plateaus angeordnet und komplett ökologisch nachhaltig ausgerichtet. Was ihr wissen solltet – im Sommer bedeutet das auch: Keine Klimaanlage! Unterhalb im Tal liegen noch die Waterberg Vallay Lodge und die dazugehörige Campsite
- Eins der schönsten Camspites soll das Little Hunter’s Rest in Richtung Süden sein. Aufgrund unser Reisedauer haben wir den Süden jedoch ausgelassen
- In der Hauptstadt Windhoek empfehlen wir euch aufgrund der sehr guten Lage im Stadtkern und einem tollen Preis-Leistungsverhältnis das Hilton Windhoek
- Zu Unterkünften im Caprivi Streifen, der Kalahari Wüste, Lüderitz und Fish River Canyon informiert euch zusätzlich.
Packliste Namibia
Eure Packliste ist natürlich von einigen wichtigen Faktoren wie Reisezeit, Reisedauer und Art der Reise anhängig. Ich habe versucht, die relevantesten Dinge aufzuführen und einige wichtige persönliche Empfehlungen zu geben.
- Vorab: Eure Auswahl der Klamotten ist stark beeinflusst durch den Zeitpunkt eurer Reise. Grundsätzlich ist es aber so, dass ihr euch auf relativ große Temperaturschwankungen einstellen solltet. In den Wintermonaten kann es nachts wirklich sehr kalt werden, während ihr tagsüber immer noch viele Hitze vorfindet.
Taschen
- Wir haben sehr lange zwischen einem Backpackrucksack und unseren Reisekoffern hin- und her überlegt. Unsere Entscheidung für die Koffer hat sich bewährt – es gibt genügend Lagefläche in den Autos und wirklich tragen müsst ihr euer Gepäck eigentlich nie. Auch eine Reisetasche ist empfehlenswert. Vergesst nicht euren Tagesrucksack für die Wertsachen und natürlich die technische Ausrüstung (Safari!). In den Nationalparks darfst du nicht aussteigen, auch solltest du (Wert-) Sachen niemals offen im Auto liegen lassen. Ein weiterer Tipp: Bringt einen Staubschutz mit – auf den Fahrtstrecken wird davon jede Menge aufgewirbelt und landet auf eurem Gepäck.
Kleidung & Outdoorausrüstung
- Stabile (Wander-) Schuhe gegen Dornen auf dem Boden und zum Schutz vor Skorpionen oder anderen Tieren. Flipflops und sportliche Schuhe für Zwischendurch oder in den Städten. Und ja, wir haben Bekanntschaft mit Skorpionen in der Wüste gemacht. Deshalb gilt auch: Schuhe immer vor dem Anziehen prüfen
- Bikini und Badehosen für die Pools in den Lodgen – Schwimmen im Meer wird es eher nicht werden
- Kurze Hosen & T-Shirts
- Lange Kleidung für die Abendstunden und nachts. Insofern ihr auch im Norden unterwegs seid empfehlen wir als Exposition spezielle Insektenschutzleidung z.B. von Craghoppers. Wir haben eine einfache Ausführung dabei gehabt. Ansonsten immer auf helle, leichte Kleidung setzen.
- Mützen und Hüte – am besten auch im Safaristyle
- Eine Regen- oder Windjacke inklusive Fleecejacke z.B. von North Face (seit meiner Island Reise bewährt und erprobt)
- Robuste Outdoorklamotten für Ausflüge (Wüste, Pirschfahrten)
- Je nach Reisezeit Handschuhe/Mützen/Schal
- Sonnenbrillen
- In unserer Reisezeit (Dezember) 80% kurze Kleidung und 20% lange Kleidung
Technik und Co.
- Falls ihr eine Drohne mitnehmen möchtet – der Prozess ist nicht ganz einfach und benötigt viel Vorlauf (bis zu 2 Monate). Hier findet ihr alle Informationen
- Fernglas zur Tierbeobachtung
- Erweiterung eurer Objektive, falls noch nicht vorhanden. Wir haben uns für einen Monat ein zusätzliches Objektiv für unsere Olympus Pen über Grover gemietet – 39 Euro statt 450 Neupreis. Beste Entscheidung!
- Powerbank, Musikbox, Batterien, Handyhalter für das Auto, Stativ für Fotos, Kopfhörer, fertige Playliste, Kfz-USB-Ladegerät, Taschenlampen mit Hängevorrichtung
- Adapter für Steckdosen
- Kauft euch eine Simkarte (Ersatzhandy!) vor Ort und ladet euch im Supermarkt oder an der Tankstelle Datenvolumen auf
Dinge für den Reisealltag
- Mückennetz als Back-Up
- Wasserflasche zum Auffüllen
- Hängematte
- Wäscheleine (u.a. für Mückennetz, Wäsche etc.)
- Staubschutz für Taschen
- Kabelbinder
- Block und Kugelschreiber
- Karabiner
- Grillanzünder & Feuerzeug (ggf. vor Ort kaufen)
- App für Sternegucken (einfach Wow) & Sonnenuntergangfinder
Reiseapotheke
- Namibia ist zumindest im nördlichen Teil Malariagebiet. Ihr solltet auf jeden Fall vorab mit einem Tropenmediziner sprechen, auch zu allen anderen notwendigen und empfohlenen Impfungen. Grundsätzlich können wir sagen, dass mit der Regenzeit die Mückenpräsenz natürlich deutlich steigt. Zu unserer Reisezeit haben wir praktisch keine Mücke gesehen.
Where to eat🍴
Die namibische Küche hatte lange nicht den besten Ruf. Mittlerweile erfindet sich Namibias Küche allerdings neu. Vor allem in städtischer Umgebung sprießen exzellente Restaurants aus dem Boden. Grundsätzlich haben wir uns auf der Reise jedoch selbst versorgt. In den größeren Städten und Ortschaften findet ihr Supermärkte auf europäischen Standard (z.B. Spar). Dort findet ihr auch jegliches Equipment.
- In Windhoek ist das Leo’s at the Castle und das Stellenbosch Wine Bar bekannt für gemütliche Abende in toller Atmosphäre
- in der Küstenstadt Swakopmund könnt ihr ins The Tug direkt am Wasser gehen. Auch im Jetty 1905 oder dem Tiger Reef lässt sich hervorragenden (Fisch) essen. Des Weiteren können wir die zugehörigen Restaurants im Strand Hotel empfehlen. Reservierung in allen Restaurants notwendig
What to do🏜️
Namibia ist ein perfekter Ort für einen Roadtrip. Passend zu der Landschaft und den Streckenverhältnissen ist zu empfehlen, einen 4×4 Geländewagen zu mieten und Namibia auf eigene Faust zu erkunden. Bis auf wenige Teilstrecken lassen sich grundsätzlich zwar fast alle Touren mit einem normalen PKW bewältigen, doch das Straßennetz ist mit einem 4×4 Geländewagen einfach deutlich komfortabler zu befahren und ihr seid deutlich spontaner. Ihr könnte auch auf Anbieter mit vorgeplanten Routen zurückgreifen (z.B. Gondwana). Ich habe euch in der Karte unsere 13-tägige Reise abgezeichnet. Wir haben bewusst etwas mehr Zeit eingeplant, um nicht zu sehr gestresst zu sein und ständig nur im Auto sitzen zu müssen. Falls ihr die Reise auf mehr als drei Wochen ausdehnen könnt, würde ich auf jeden Fall raten in den immergrünen Norden (Caprivi Streifen) zu fahren. Sicherlich eine tolle Abwechslung zu den eher trockenen Landschaften im Rest von Namibia. Hier die einzelnen Etappen unserer Rundreise:
- Windhoek: Die Hauptstadt mit dem internationalen Flughafen, der ca. 40km vom Zentrum entfernt liegt. Eine der kleinsten, aber modernsten Hauptstädte Afrikas und der Startpunkt unserer Reise. Wir haben hier lediglich die letzte Nacht vor unserem Abflug verbracht. Und ehrlichweise reicht das auch völlig aus – deswegen fliegt man nicht nach Afrika.
- Namib Naukluft Park: Die Namib Wüste – sie prägt eigentlich klimatisch die ganze Westküste bis zu 150 km ins Landesinnere und hat insgesamt eine Fläche vergleichbar mit der Schweiz. Sie ist nur an ganz wenigen Orten begehbar, das berühmteste Gate liegt direkt am Sesriem Canyon mit den Sehenswürdigkeiten Sossusvlei, Deadvlei und der riesigen Düne Big Daddy. Was ihr wissen solltet: Das Gate öffnen erst mit Sonnenaufgang und dann müsst ihr noch ca. 45 Minuten bis Ende der ausgebauten Straße fahren. Falls ihr also in Ruhe die Sonnenauf- und untergänge genießen möchtet, bucht euch ein Camp innerhalb des Nationalparks. Plant hier und in der Umgebung 2-3 Nächte ein. Tolle Fotomotive und Kulissen. Tipp: Ballonfahrt am frühen Vormittag mit unglaublichen Eindrücken der Wüstenlandschaft. Manche Unterkünfte bieten auch eine E-Bike Tour an – ein fantastisches Erlebnis in mitten der Natur inklusive Sonnenuntergang.
- Ab an die kühle Küste – Swakopmund, stark geprägt durch die Kolonialzeit, wartet auf uns. Hier wird man im Cafe Cordes & Co auch gerne mal auf deutscher Sprache begrüßt man Der Weg dorthin führt uns nach einem Zwischenstopp an der Tankstelle toll aufbereiteten Tankstelle in Solitaire (bester Apfelkuchen!) durch eine Mondlandschaft. Hinweis: auf dem Weg befinden sich einige Sehenswürdigkeiten wie der Vogelfederberg oder Blutkuppe – dafür benötigt ihr aber entsprechenden Permits der NWR. Hier geht es zu den besten Reisetipps in der Küstenstadt. Da wir leider keine Übernachtung an der 1728 m hohen Spitzkoppe (Spitzname: Matterhorn Namibias) gebucht hatten, sind wir von hier morgens 1,5h zum Sonnenaufgang hingefahren. Insofern ihr ein Geländewagen mit Zelt habt, würde ich auf jeden Fall auf diesen schönen Campsite übernachten. Sonnenaufgang und der Sonnenuntergang sind atemberaubend und tauchen die umliegenden Berge in ein glühendes rot. Dauer für einen Aufenthalt in Swakopmund: 1-2 Nächte. Tipp: ein wunderschöner Platz an der Spitzkoppe ist die Brücke, direkt über den zwei Stellplätzen Nummer 4 & 5. Falls es geregnet hat befindet sich in der Nähe von Stellplatz Nummer 2 ein natürlicher Pool. Ihr könnt auch eine geführte Wanderung buchen.
- Next Stop: Palmwag Lodge. Unser Fazit: ein interessanter Ort, eigener Nationalpark mit aufgrund des Wassermangels angepasst lebenden Tieren. Hier haben wir unser einziges Game Drive gemacht, welches sehr interessant war. An diesem Ort haben wir uns der Natur sehr verbunden gefühlt. Vielleicht lag es auch daran, dass wir mitten in der Nacht Besuch von einer ganzen Elefantenfamilie erhalten haben. Eine zusätzliche Nacht in der Region Twyfelfonstein mit einem Sonnenuntergang am Burnt Mountain können wir empfehlen.
- Sicherlich das Highlight unserer Reise – der Etosha Nationalpark, eines der schönsten und wildreichsten Naturschutzgebiete Afrikas. Der Name bedeutet so viel „wie großer weißer Ort“ und beschreibt die weite, ausgetrocknete Salzpfanne, an der Grasland angrenzt und dann in eine Trockenbuschsavanne übergeht. Hier könnt ihr, mit Ausnahme der Büffel, eure „Big Five“ jagen. Im Park leben über 100 Säugetierarten – an der Spitze bis zu 20.000 Springböcke, Steppenzebras (12.000), Oryxantilopen (6000), Giraffen (3100) und 2500 Elefanten. Auch bis zu 300 Nashörner, 250 Löwen und eine nicht bekannte Anzahl an Leoparden/Geparden leben an den bis zu 100 Wasserlöchern. Der Park hat vier verschiedene Gates, das bekannteste ist das Andersson Gate. Am besten entdeckt ihr den Park auf eigene Faust und hangelt euch von Wasserloch zu Wasserloch. Die bekannteste Route startet am Camp von Okaukuejo (Wasserloch nicht verpassen) und führt über zahlreiche Stationen zum Fort Namutoni. In den frühen Morgen- und Abendstunden habt ihr die besten Chancen auf Wildbeobachtungen, in den heißen Mittagsstundenhält sich das Wild im schatten auf und ist schwieriger zu entdecken. Alle wichtigen Informationen zu Übernachtungen, Karten etc. findet ihr hier. 2- 3 Übernachtungen im oder in der Nähe zum Nationalpark sind zu empfehlen.
- Der Waterberg ist eine der eindrucksvollsten Landschaften im Norden von Namibia. Hier kann man einen unfassbaren Blick über die Landschaft genießen. Dank ihrer vorhandenen Quellen schmiegt sich eine üppige grüne Pflanzendecke im Tal und an den Füßen der leuchtenden Felswände. Schöne Wanderungen und Tierbeobachtungen sind typische Aktivitäten. Ideal für eine Übernachtung auf dem Weg nach Windhoek.

Wir haben aufgrund der verfügbaren Reisezeit auf die Sehenswürdigkeiten im Süden und weiter im Norden verzichtet. Diesen haben wir euch zusätzlich auf der Karte markiert. Nach unseren Erfahrungen würden wir euch eine 3 Wochen Tour inklusive Ausflug in den Caprivi Streifen empfehlen.





































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