Die Story
Angefangen hat die Planung für meine Reise vergangen Sommer nach meinem Urlaubs auf Ibiza, während dem ich das Buch „Das Café am Rande der Welt“ (Buchtipp) gelesen hatte🌎❤️. Später habe ich dann noch ergänzend die Fortsetzung „Wiedersehen im Cafe am Rande der Welt“ verschlungen🙂.

Grundsätzlich geht es in dem Buch von John Strelecky um die Reise zu sich selbst, wie man zu seinem persönlichen Zweck der Existenz (ZDE) kommt.
Mir ist damals bewusst geworden, dass man seine #Big Five realisieren sollte. Das heiß ins Handeln kommen. Nicht zögern, nicht zu sehr abwägen.
Im Laufe der Zeit habe ich beobachtet, dass die meisten Menschen ihre Reise an diesem Punkt beenden. Sie spähen durch ein Loch im Zaun und können deutlich das Leben erkennen, das sie gerne haben würden, aber aus allen möglichen Gründen öffnen sie das Tor nicht und gehen nicht auf dieses Leben zu (aus „Das Café am Rande der Welt“).
Somit ging ich gleich nach meiner Rückkehr ins Office das Projekt Reise an. Hier kam mir sicherlich entgegen, dass es bei uns im Unternehmen die Möglichkeit gibt, gesammelte und somit bereits geleistete Stunden über Zeitkonten für solche Zwecke einzusetzen. Dennoch, als Führungskraft nicht gewöhnlich: Länger als die üblichen Wochen am Stück frei nehmen. Und natürlich, wie ihr euch vorstellen könnt, waren die Reaktionen und Meinungen durchaus kontrovers😉. Aber ich wusste für was ich es mache (Stichwort #bigfiveforlife) und hatte motivationspsychologisch den sogenannten Rubikon bereits überschritten.
When your dreams come
Alive you’re unstoppable
Take a shot, chase the
Sun, find the beautiful
We will glow in the dark
Turning dust to goldAnd we’ll dream
It possible
Possible
And we’ll dream
It possible
I will chase, I will reach, I will fly
Until I’m breaking, until I’m breaking
Out of my cage, like a bird in the night
I know I’m changing, I know I’m changing
(Auszug aus Dream It Possible von Jane Zhang)
Nach meiner Reise, das kann vorwegnehmen, bin ich so froh um meine damalige Entschlossenheit🙏. Des Weiteren fand ich spannend, dass ich in vielen Gesprächen Sätze wie […] „das würde ich auch gerne machen“ oder […] „das ist beneidenswert“ gehört habe. An dieser Stelle finde ich das oben angeführte Zitat mit der Metapher des Lochs im Zaun als sehr adäquat.
REISEVORBEREITUNG
Nachdem ich wusste, dass ich ungefähr 7 Wochen reisen konnte ging es Ende November/Anfang Dezember 2018 an die Reiseplanung. Ich wollte unbedingt ein Land in Mittelamerika (Costa Rica & Panama), die Karibik sowie eines meiner Traumziele – Hawaii – besuchen. Meinen ursprünglichen Plan auch nach Asien zu bereisen hatte ich schnell wieder verworfen. Zu viel Flugzeiten und natürlich damit verbundene Zeitverschiebungen.
Mir war wichtig, einige Orte zu sehen und gleichzeitig nicht das Gefühl zu bekommen gehetzt zu sein. Also fing ich an den Ablauf anhand der oben genannten Reiseziele und den günstigen Reisemonaten (sprich Vermeidung Regenzeit) zu planen. Fliegen in Mittel- und Nordamerika ist leider deutlich teurer als beispielsweise in Asien. Dahingehend habe ich schnell gemerkt, dass frühzeitiges buchen sowie etwas Flexibilität bezüglich des Flugtages erhebliche Einsparungen bringt. Zur Flugsuche benutze ich gerne Kajak, da ich hier die flexiblen Einstellungen (+/- 3 Tage) vornehmen kann und mir die Benutzeroberfläche sowie die Usability der App gefällt.
Meine absoluten Spartipps:
- Flüge nach Hawaii splitten mit Zwischenstation an Ostküste USA (z.B. NYC) oder Westküste USA (z.B. LA oder San Diego) – hier gibt es immer wieder mega gute Angebote u.a. von Lufthansa (–> zu finden bei Urlaubsguru oder Urlaubspiraten).
- Einfache Flüge waren teilweise extrem teuer – sobald ich aber Weiterflüge integriert habe, sind die Preise im Vergleich zum einfachen Flug teilweise sogar gefallen (z.B. Copa Airlines oder American Airlines).
- Einsatz von Miles & More – innerhalb von Amerika zahlt man oft nur 5 Dollar Gebühren. Meine Flüge von Hawaii nach NYC & von NYC nach Frankfurt/Main haben so nur je 5 Dollar gekostet.
Meine (Flug-) Route
In der untenstehenden Grafik könnt hier meine Flugroute und die jeweiligen Preise entnehmen – zusätzlich habe ich die Reiseroute in einer Art Tabelle aufgelistet. Grundsätzlich bin ich fast immer zwischen den einzelnen Destinationen geflogen, nur in Panama und von Los Angeles nach San Diego habe ich auf den Bus zurückgegriffen.

Start am 20. März 2019.✈️
- Tag 1 – 4 : Miami Beach
- Tag 4 – 8: Bonaire (mit Anna)
- Tag 8 – 15: Aruba (mit Anna)
- Tag 15: Panama City
- Tag 16: Reisetag
- Tag 16 – 19: Boquete (Panama)
- Tag 19 – 25: Bocas del Toro (Panama)
- Tag 25 – 26: Panama City
- Tag 26 – 28: Los Angeles
- Tag 28 – 31: San Diego
- Tag 31 – 35: O’ahu (Waikiki Beach)
- Tag 35 – 40: Kauai
- Tag 40 – 44: Maui
- Tag 44 – 46: NYC
Rückkehr am 06. Mai 2019🏁
Unterkünfte
USA und Karibik ist preistechnisch nicht mit Asien vergleichbar – das war mir bereits vor meinen Planungen bewusst. Insgesamt hatte ich deswegen bereits mit höheren Preisen gerechnet.
Am Ende habe ich mich für eine Mischung von kleineren Hotels, Airbnb & Hostels entschieden. Die jeweiligen Vor- und Nachteile liegen natürlich auf der Hand. Diese habe ich für die einzelnen Stationen ganz bewusst abgewogen.
Ich bin grundsätzlich nicht der ganz große Fan von Hostels. Als Alleinreisender sind sie dennoch fast unverzichtbar, da man hier natürlich superschnell Leute kennen lernt. Hier hatte ich wirklich Glück auf meiner Reise, ich war fast nur in Top Hostels und einige hatten auch die Möglichkeit private Zimmer zu buchen (v.a. die Bambuda Hostels in Panama) – aus meiner Sicht die perfekte Mischung. Vorteil war zudem, dass ich die meisten vorab buchen konnte und 1-2 Tage vorher die Möglichkeit einer Stornierung gehabt hätte. Da ich in der Hauptsaison unterwegs war, kein zu vernachlässigender Vorteil.
Und bei so einem Ausblick kann man fast eher von einem Boutique Hotel sprechen😎

Für kurze Stationen (z.B. Los Angeles, Miami oder San Diego) waren für mich auch Vierbettzimmer in den Hostels absolut in Ordnung. Dann war ich wiederum froh, in ein kleines Hotel oder Airbnb einzuchecken, um auch wieder mehr Privatsphäre zu haben.
Je länger meine Reise ging, desto genügsamer wurde ich – am Ende war der Schlafplatz fast gar nicht mehr relevant…
Die jeweiligen Unterkünfte zeige ich euch in den einzelnen Reiseberichten.
Natur, Landschaft & Wetter
Wow, einfach nur wow – die Orte, die ich besuchen konnten waren einfach einmalig und umwerfend. Sonnenuntergänge- oder aufgänge, Wanderungen, Strände, Dschungel, Unterwasserwelt und insgesamt die Flora – und Fauna. Teilweise konnte ich gar nicht verarbeiten was ich alles zu sehen bekommen habe. Es ist schon fast unfassbar, wenn tägliches Schnorcheln mit Fischen und Schildkröten (ich liebe sie einfach) zur Gewohnheit werden. Nachhaltig in Erinnerungen geblieben sind mir hier die Begegnungen mit einem Riffhai auf den Bocas, den Flamingos auf Bonaire, den Schildkröten auf Hawaii und Bonaire, den Seesternen und den Faultieren auf den Bocas sowie den Delfinen auf meinen Bootstouren.
Hawaii ist hier sicherlich in Summe hervorzuheben – als Naturliebhaber und Fotograf einfach nur ein Paradies. Alleine die Na Pali Coast und der Waimea Canyon auf Kauai sind eine Reise wert. Von der Schönheit der täglichen Sonnenuntergängen ganz zu schweigen. Aber auch die ABC-Inseln haben mich mit ihren puderweißen Stränden und der lebendigen Unterwasserwelt verzaubert.
Hier eine kurze Zusammenfassung:
- Miami: Welcome to Miami – tolles Sommerwetter (25 Grad). Perfekt um die Reise zu beginnen und den Miami Lifestyle zu genießen.
- Bonaire & Aruba: Heißes Sommerwetter (30 Grad), traumhafte Strände und unfassbare Unterwasserwelt. Foodporn & Living the good life.
- Panama: Backpacking, Chillaxen & Natur. Bestes Wetter mit kühleren Tagen in Boquete (1000m, 22 Grad) und Karibikfeeling auf den Bocas (30 Grad)
- Los Angeles & San Diego: Mexikanisches Essen, Hollywood & Surfer Lifestyle bei angenehmen Tagestemperaturen (23 Grad) und kühleren Nächten.
- Hawaii: Abenteuer, Yoga und Strandurlaub mit perfekten Sommerwetter (28 Grad) und extrem wenig Niederschlag.
- NYC: Europäisches Aprilwetter mit Sonne und Regen.
Anbei einige Eindrücke:






Menschen oder über das Alleinreisen
Vorweg – ich glaube alleine Reisen ist nicht für alle Leute etwas. Für mich die perfekte Mischung. Wenn man alleine reist, kommt man automatisch viel schneller in Kontakt mit anderen Menschen, weil man ja quasi gezwungen ist für soziale Kontakte auf andere zuzugehen. Gleichzeitig kann man jederzeit Zeit für sich selber haben und diese nutzen. Über die Welt und sich selbst sinnieren.
Ich durfte so viele tolle Menschen aus aller Welt auf meiner Reise kennenlernen und war immer wieder begeistert von den Storys und Lebensgeschichten. Gerade in Panama oder San Diego habe ich jeden Tag mit anderen Leuten verbracht und unfassbar viele unterschiedliche Gespräche geführt. Mich hat das extrem bereichert und mir auch nochmal einen anderen Blick auf die Dinge gegeben. Fasziniert hat mich auch, dass alle Reisende ein gemeinsames Mindset in sich tragen – nämlich genau die Leidenschaft zu reisen. Für mich ist reisen auch eine besondere Art der persönlichen Weiterentwicklung, auch eine Reise zu sich selbst.
Neben der Schönheit der Natur machen vor allem die Begegnungen mit den Menschen das Reisen zu etwas ganz Besonderem.
Glücksgefühle
Es sind diese Momente purer Glückseligkeit. Die Moment, in denen dir Tränen vor Freude in die Augen steigen und du die ganze Welt umarmen möchtest. Gefühle. Emotionen. Nicht kontrollierbar.
Ich hatte sie, oft. Sehr oft sogar auf meiner Reise. Ich war sprachlos und überwältigt.
Ich habe nach meiner Rückkehr mit vielen Leuten gesprochen. Hab festgestellt, dass die 7 Wochen etwas mit mir gemacht haben:
Mir ist es gelungen das Korsett abzulegen und an den inneren Kern zu gelangen. Mein Wecker hat quasi nie geklingelt, wach geworden bin ich oft von der Sonne oder dem Meeresrauschen. Ich konnte die Natur genießen, mein Sport bestand aus Schnorcheln, Wandern, Yoga oder Laufen am Strand oder der Natur. Ich habe das gemacht, auf was ich Lust hatte und konnte meinen Rhythmus bestimmen – das macht glücklich. Meeresrauschen und den Sunset bestaunen macht glücklich. Seinen Körper beim Yoga zu spüren macht glücklich. Surfen und im Wasser treiben macht glücklich. Die Sonne auf einem 3000 Meter hohen Vulkan mit Hawaiianischen Gesängen zu begrüßen macht glücklich.
Ich möchte an dieser Stelle hervorheben, dass es natürlich nicht immer funktioniert nur das zu machen auf was man Lust hat. Vielmehr geht es darum, zu überlegen was man wirklich gerne macht und davon mehr in seinen Alltag zu integrieren – auch hier gerne nochmal der Verweis auf das Buch am „Das Café am Rande der Welt“.
Glück und das Gefühl glücklich zu sein kommt tief aus dem Inneren – aktuell hält dieses Gefühl auch in Deutschland an und ich arbeite daran dieses dauerhaft zu behalten.
Fazit
Dafür, dass ich nur knapp 7 Wochen unterwegs war, habe ich unheimlich viel gesehen und erlebt. Der Bericht zu den einzelnen Stationen werde ich zeitnah online stellen.
Die Reise war ein super Mischung aus Abenteuer, Backpacking und Strandurlaub. Manchmal hätte ich mir den ein- oder anderen Tag mehr gewünscht – aber das war ja bewusst so gewählt. Insofern ich eine längere Reisezeit hätte, würde ich einzelne Orte zeitlich noch etwas strecken.
Froh war ich auch über die gemeinsame und traumhafte Zeit mit Anna auf den AB(C) Inseln.
Nach meiner Rückkehr kann ich sagen, dass ich eine unfassbar tolle Zeit hatte – ich durfte viele tolle Menschen aus der ganzen Welt kennen lernen und einige der schönsten Flecken der Erde entdecken.
Wettertechnisch hatte ich ebenfalls richtig viel Glück, fast überall hatte ich stets Sonne und sommerliche Bedingungen – traumhaft.
In diesem Sinne
Mahalo Sven

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